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Ein ausführliches persönliches Resümee [!] des Kurses zu schreiben…

… klingt einfach, ist es aber nicht.

Zumindest nicht für mich: Denn vieles (bzw. fast alles) was ich über den Schwesterkurs eTeachingSkills am Ende des Wintersemesters 2009/2010 geschrieben habe (der Link auf den entsprechenden Post im damaligen eLernjournal: eTeaching Skills: ein Epilog), gilt auch für diesen Kurs: „eine der ‚besten‘ jemals absolvierten“ Kurse und so weiter und so fort…

Alleine schon die Tatsache, dass mich unser Kursleiter Stefan – trotz der Ankündigung, dass eStudySkill doch recht ähnlich sei – nicht verschrecken konnte, zeigt, wie viel ich von ihm und seinen Lehrveranstaltungen halte.

Doch einige positive Punkte der Lehrveranstaltung seien gesondert erwähnt:

  • Dass die Inhalte der beiden Kurse sich doch recht gleichen, ist weder Stefans ‚Schuld‘ noch ein Nachteil für die Absolvierung der zweiten Lehrveranstaltung: Für mich war das Gefühl stets so, dass ich mich – bei wiederholenden Inhalten und Tools – selbstständig mit weiteren und somit tiefergehenden Aspekten der Materie beschäftigen konnte. So habe ich – selbst bei bereits bekannten und in eTeachingsSkills behandelten Diensten – (fast) immer neue Aspekte und Anwendungsmöglichkeiten entdecken können.
  • Das Arbeits- und Lernklima in den Lehrveranstaltungseinheiten war vorbildlich: Nicht nur, dass unser Kursleiter Stefan immer für Fragen und Anregungen offen war – er versuchte uns auch stets möglichst aktiv in das Kursgeschehen miteinzubinden. Wie ich es schon im obig-verlinkten Epilog zum Schwesterkurs beschrieben habe: Ich hatte „immer das Gefühl, dass meine Arbeiten und Beiträge  wichtig für den Kurs und für meine spätere Arbeit als Lehrer sind.“
  • Die grundlegende Aufgabe, nämlich das Führen eines eLernjournal, war zwar die selbe – die Ausführung war jedoch eine ganz andere: Nur so konnte ich den hiesigen Dienst WordPress überhaupt kennen und schätzen lernen. Wiederum ein Beispiel dafür, wie sich die Aufgabenstellungen ähneln und doch nicht gleichen konnten…

Doch genug der Lobhudelei – wenn ich schon bei eTeachingSkills Goethes Götz von Berlichingen bemüht habe, dann kann ich das jetzt wieder: „Wo Licht ist – da ist auch Schatten…“:

  • Nicht dass es nicht schon jetzt genügend für den Kurs zu tun gegeben hätte: Trotzdem habe ich einen Arbeitsauftrag aus dem Schwesterkurs vermisst: Das wöchtentliche Verlinken von (mindestens) zwei interessanten Web-Artikeln zur Thematik. Voriges Semester habe ich in den so gefundenen Beiträgen meiner Kollegen viel Interessantes und gut verwertbares Material gefunden. Leider ist diese Aufgabe in diesem Semester völlig entfallen…
  • Das Führen eines eLernjournal fiel mir genauso leicht/schwer wie beim Schwesterkurs: Viele Einträge lagen in ihrer Rohfassung lange gespeichert auf meinem Blog-Dashboard – zur endgültigen Veröffentlichung gelangten sie aber meist erst einige Zeit später bzw. während des Abschluss des Kurses. Zum einen ist dies sicherlich einer allgemeinen Zeitnot unter dem Semester geschuldet – zum anderen aber habe ich eben im Schwesterkurs schon zu den meisten Diensten das geschrieben, was ich eben zu schreiben hatte bzw. schreiben wollte… Eine gewisse Redudanz (z. B. beim Thema Urheberrecht) lässt sich da wohl kaum vermeiden.
  • Klaus‘ und mein Alternativprojekt (eine ‚Social Web Map‘) bereitete uns/mir zwar viel Kopfzerbrechen und war letztlich wohl mehr Aufwand als das Erstellen und Füllen eines Wiki(spaces)-Tutorials: Mehr als ein Etherpad-Dokument und mein (eigentlich für Außenstehende nicht wirklich erkennbares) Hintergrundwissen zur Thematik sind jedoch als Ergebnis derzeit nicht vorhanden. Unser Lehrveranstaltungsleiter hat uns zwar vor diesem Umstand zwar schon vor Beginn der Arbeit an dem Projekt gewarnt (und eine Alternative angeboten) – etwas unbefriedigend bleibt das Endprodukt aber trotzdem. Zumindest ist so jedoch sichergestellt, dass wir/ich weiter in der Thematik forschen…

Um einen Abschluss für meine Ausführungen zu finden (und ja, diesmal ist es wirklich ein Abschluss – es gibt (leider) keine weitere verwandte Lehrveranstaltung die ich noch besuchen könnte… ^^), wende ich mich direkt an unseren Kursleiter:

Stefan, du leistet einfach tolle Arbeit! Beide Kurse haben mir sowohl für mein Studium und meinen späteren Beruf als Lehrer als auch für mein Freizeitverhalten unglaublich viel und Neues eingebracht! (Leider viel zu) Selten finden sich Lehrveranstaltungen, die auch in der Rückbetrachtung so positiv und intensiv in Erinnerung bleiben…

Einen Übungsauftrag mit acht Fragestellungen…

… bescherte uns der Microblogging-Dienst Twitter. Um diese ausführliche Tätigkeitsliste nicht außen vor zu lassen, wird auch dieser eLernjournal-Eintrag ganz nach ihr gestaltet.

1. Benutzeraccount besorgen: check!

[Puh, das ging ja noch – ‘nen Account hatte sogar schon.]

2. Benutzeraccount auf Blackboard veröffentlichen: check!

[Naja, schon aufwendiger… 😉 ]

3. Kurskollegen abonnieren: check!

[Tut sich (noch?!) nicht so wirklich viel… Und wer ist eigentlich dieser „estudyskills“, der immer so viele Fragen hier auf Twitter stellt?! 😉 Gleich mal in eine (private) Liste packen das Ganze – so einfach schafft man’s dann auch wieder nicht in meinen Home-Feed…]

4. Verwendungsszenario überlegen: check!

[Hatte ich auch schon vorm Übungsauftrag – aber muss ich jetzt vielleicht auch noch darüber schreiben?! Steht ja nicht als Anweisung in der Aufgabe… Na gut: Hab‘ ja sowieso nix besseres zu tun: Twitter dient mir eigentlich ausschließlich zur Verfolgung meiner Passivsport-Interessen. Vor allem in Amerika – und hier vor allem unter NFL(-Football)-Spielern ist der Dienst sehr beliebt: Durch deren Tweets erfahre ich oft aus allererster Hand die interessanten Neuigkeiten – noch lange bevor sie von größeren Nachrichtenstationen aufbereitet werden.]

(cc), „Twitter escultura de arena“ des Nutzers „Rosaura Ochoa„auf flickr

5. interessante Leute suchen und sie verfolgen: check!

[Hui, hoffentlich ist damit auch wieder Twitter gemeint – ich will heute nämlich einfach nicht mehr raus. Außerdem regnet’s. Und Leute verfolgen kommt generell blöd – find‘ halt ich. Auf Twitter geht das viel leichter: Fast alle Spieler der New York Jets befinden sich in meinem Home-Feed. In unterschiedlichen (meist privaten) Listen finden sich auch noch andere – dieser „estudyskills“ ist mir aber immer noch suspekt.]

6. Mehrwert testen: check!

[Naja – wenn das Teil keinen Mehrwert für mich hätte, würde ich es nicht schon so lange benutzen… 😉 Aber gut: Um es (nochmal) auf einen Punkt zu bringen, was Twitter für mein privates Passivsport-Einsatzszenario bringt: Kurznachrichten aus allererster Hand. Und das völlig ungefiltert! Da denke ich z. B. an #85 (ja, der heißt wirklich so – nur auf Spanisch… ^^) der Cincinnati Bengals, der auch schon mal während eines Spieles live von der Seitenlinie ‚zwitschert‘…]

7. einige (interessante) Tweets verfassen: check!

[Aaah, jetzt werden die Aufgaben wieder einfacher. Gut – ob meine Tweets nun interessant sind oder nicht ist eine Ansichtssache. Ich finde sie toll. Und elf andere offenbar auch. Yeah! 😉 ].

8. zu Microblogging und Twitter: check!

[Die edutec-Seite ist ja nichts Unbekanntes… Aber das Video ist mir neu und überhaupt toll gewesen: Besser kann man es auf ca. 10 Minuten wohl nicht erklären um was es bei der Thematik geht. Na gut – zum Teil vielleicht etwas langatmig, wenn man schon länger mit Twitter hantiert. Aber welche ZDF-Beitrag ist das eigentlich nicht…]

Das personalisierbare Webportal Netvibes…

… ist ein Dienst, den ich schon  vor eStudySkills regelmäßig eingesetzt habe. Da meine ersten Schritte mit diesem Tool deshalb zeitlich schon recht lange zurückliegen, erspare ich mir hier nun eine Beschreibung, wie ich mich in den Dienst eingearbeitet habe, konzentriere mich auf das wesentliche und gehe somit der Frage nach, „wozu und wie ihr das System in“ meinem „Studienkontext sinnvoll einsetzen“ kann: Leider lässt sich für mich diese Fragestellung recht kurz und ernüchternd beantworten: Netvibes trägt nicht wirklich viel für meinen „Studienkontext“ bei.

(cc), „Netvibes morning“ des Nutzers „danielbroche“ auf flickr

Eine harte Aussage, die ich jedoch auch mit Argumenten untermauern möchte. Ich halte Netvibes für einen tollen Dienst: Er stellt für mich eine viel brauchbarere Alternative zu allen (schon immer von mir ungeliebten) RSS-Readern dar und ist für mich, schon alleine als meine Browser-Startseite, von großer Wichtigkeit. Mit einem Blick lassen sich die wichtigsten Informationen abrufen: Zu verschiedensten Interessensgebieten habe ich Feeds abonniert. Ohne die einzelnen Seiten ‚ansurfen‘ zu müssen, erfasse ich alles, was mich interessiert. Man könnte also sagen: Nachrichten, die nur auf mich zugeschnitten sind.

Für die Universität schließt sich der Dienst jedoch schon aufgrund des proprietären Charakters der Online-Lernplattform ‚Blackboard‘ aus. Auf einer Netvibes-Seite zu meinen Kursen würde ich z. B. gerne sehen, was es in den Gemeinschaften der einzelnen Lehrveranstaltungen Neues gibt: Hat jemand einen neuen interessanten Beitrag zu einer Thematik gefunden und hat nun darüber geschrieben? Braucht jemand Hilfe bei einer Aufgabenstellung? Fragen, die sich schon aufgrund der fehlenden Verbindungsmöglichkeiten zwischen BlackBoard und Netvibes nicht mit einer öffentlichen Seite des zweitgenannten Dienstes ‚auf einen Blick‘ beantworten lassen könnten.

Natürlich gibt es trotzdem immer noch die Möglichkeit, sich einen Einstieg in seine eigene virtuelle Lernumgebung (siehe Thema: PLEs) mit Hilfe von Netvibes zu gestalten. Ein (privates) Dashboard dazu gibt es in meinem Netvibes-Account schon lange – genützt wird es jedoch nur sehr selten: Zu oft läuft es wiederum auf das direkte ‚Ansurfen‘ von Websiten hinaus und die Seite würde deshalb oftmals nur als Lesezeichen-‚Aufbereitung‘ dienen. Und das wäre, irgendwie, doch viel zu „‘90“ für so einen tollen Dienst…

Meine „aktuelle Nutzung von Social Web & Social Media“…

… und vor allem meine Meinung zur Thematik: Das ist der, durch einen Übungsauftrag vorgegebene, Inhalt des folgenden Eintrags.

Facebook hat ein ernstzunehmendes Problem. Massen von Leuten formierten sich, heuer wohl zum ersten Mal in dieser Form organisiert, um am 31.  Mai am sogenannten „quit-Facebook-day“ teilzunehmen. Dafür wollte alles gut vorbereitet sein: Eine schicke Internetseite wurde aufgesetzt (http://www.quitfacebookday.com/) – alle Teilnehmenden versuchten sich am viralen Marketing (zu sehen unter anderem auf Twitter: http://search.twitter.com/search?q=quitfacebookday).

Und die Maßnahmen wirkten: Über 37.000 [!] begingen den digitalen Exodus aus/auf Facebook.

OK, vielleicht haben Mark Zuckerberg und die restliche Führungsetage von Facebook damit doch kein (eingangs erwähntes) „ernstzunehmendes Problem“: Nachdem Facebook inzwischen die 500 Millionen Nutzer Grenze überschritten hat (http://facebookmarketing.de/zahlen_fakten/infografik-500-millionen-nutzer), stellen die 37.000 Abgewanderten des ‚quit-Facebook-day’s einen, verschwindend geringen, Prozentsatz von ca. 0,007 % dar – wahrscheinlich eine Zahl, die gar nicht weit über die täglich-übliche Fluktuation auf Facebook hinausgeht.

(cc), „If Facebook Was a Country“ des Nutzers „columnfive“ auf auf flickr

Trotzdem zeigt das primäre Abwanderungsmotiv der 37.000 einen Trend auf, der auch von verschiedensten Medien in letzter Zeit immer wieder aufgegriffen wird: Die Datenschutzrichtlinien von Facebook und die Kontrolle über die eigenen Daten.  Und das ist genau jener Punkt, dessen Verständnis sich für mich problematisch darstellt. Ich habe absolut kein Problem damit, wenn Leute damit argumentieren, dass sie ihren Facebook-Account deshalb stilllegen/löschen, weil das soziale Netzwerk zu viel ihrer Zeit frisst: absolut verständlich, absolut nachvollziehbar.

Bezüglich der Daten und den damit zusammenhängenden Richtlinien bin ich jedoch komplett anderer Ansicht: Alle auf Facebook zur Verfügung gestellten Informationen sollten öffentlich sein. Wenn man nicht möchte, dass jemand etwas bestimmtest über einen erfährt, dann sollte man es nicht auf dem größten Online-Kontaktnetzwerk der Welt posten. That’s it.

Und genau aufgrund dessen habe ich auch kein Problem mit der Weitergabe meiner Daten von Facebook an Drittfirmen. Abgesehen davon, dass das dies jederzeit widerrufen und beansprucht werden kann, kommt auch hier der obige Grundsatz zur Geltung: Die Informationen, die ich zur Verfügung gestellt habe, können/dürfen auch andere nutzen. Um noch einen Schritt weiter zu gehen: Ich habe nicht nur kein Problem mit der Weitergabe der Daten – ich glaube sogar, dass es nützlich und angenehm für mich sein kann: Werbung die genau auf mich und meine Interessen zugeschnitten ist, ist für mich weitaus interessanter als Massenreklame.
Daher, ich bleibe bei meinem Grundsatz. Alles soll öffentlich sein. Alles! Zumindest solange ich die theoretische Möglichkeit habe, mich völlig anders zu entscheiden… 😉

WordPress vs. YouTube?!

Das Einfügen von (cc)-lizensierten Videoclips aus YouTube stellte mich vor die nächste Herausforderung hier auf WordPress: Zwar ließ sich der von YouTube zur Verfügung gestellte Code hier im (WYSIWYG-)Editor problemlos einfügen; nach dem Abspeichern bzw. Publizieren war das Video jedoch – wie von Geisterhand – wieder verschwunden.

Nachdem diesmal auch die WordPress-FAQ nicht weiterhelfen konnte (oder wollte?!), habe ich nach kurzer Recherche folgende (funktionierende!) Vorgehensweise herausgefunden: (Im Editor freilich vorher auf „HTML“ umschalten), den YouTube-Code (meist zwischen zwei <object>-Tags) einfügen, (will man’s zentrieren noch die Tags<p style=“text-align: center;“> und </p>setzen), und dann – wichtig! – die Tags <div> und </div> vor das Video setzen, sonst verschwindet das Video tatsächlich wieder beim Abspeichern bzw. Publizieren.

So wie ich meinen letzten Eintrag …

… hier im eLernjournal (zum Thema: WordPress vs. Blogger) mit einem Zitat von Karl Jaspers beendet habe, beginne ich den Neuen jetzt mit einem – nicht ganz ernst gemeinten – Sprichwort bzw. einer Redensart: „Eine Sache zu oft gesagt, tut den Ohren weh.“

Keine unangebrachte Angst: Ganz so weit ist es bei dem Thema „‚Urheberrechtliche Grundlagen‘,  ‚Creative Commons‘ und ‚Zitieren'“ zwar noch nicht – wie ich aber schon in einem Blogeintrag (Urheberrecht, Einbau von Fremdmaterialien: Lektüreauftrag) in meinem Lerntagebuch zum Schwesterkurs eTeaching-Skills hingewiesen habe: Ich habe mich bereits im Rahmen einiges Lehrveranstaltungen mit der Thematik auseinandergesetzt und glaube deshalb, dass ich schon recht ‚fit‘ in diesem Themengebiet bin.

Trotzdem möchte ich zwei interessante Beiträge zur Thematik hinweisen, die mir bei der Beschäftigung besonders aufgefallen sind. Der Norddeutscher Rundfunk hat sich in seinem Magazin ‚Zapp‘ mit der Thematik auseinandergesetzt und das Video dazu unter (cc)-Lizenz gesetzt. Ein durchwegs sehenswerter und auch sehr informationsreicher Beitrag:

(cc); Bericht: Fiete Stegers. Musik: Thievery Corporation, Marco Nicola, Fireproof Babies; auf youtube zur Verfügung gestellt von dem User wortfeld

Der zweite, wirklich gute und beachtenswerte Beitrag zur Thematik findet sich in Matthias Hartls eTeaching-Journal wiederum zum Schwesterkurs eTeaching-Skills: Er fasst in in seinem Eintrag Bilder, Links, Videos, Texte – Was darf ich verwenden? – Das Urheberrecht“ die wichtigsten Aspekte der Thematik sehr gut zusammen.

eLernjournal reloaded

Die im Kurs erteilte Aufgabe „Für die ‚Fortgeschrittenen'“ klang gar nicht allzu schwer: Das eLernjournal hier auf WordPress anstatt mit Blogger zu führen.

Wordpress Schwag von Peregrino Will Reign.

(cc), „WordPress Schwag“ des Nutzers „Peregrino Will Reign“ auf flickr

‚Da kann doch nicht viel dabei sein‘ – das habe ich mir zumindest damals gedacht… „Viel dabei“ ist aber auf alle Fälle – nämlich bei WordPress selbst: Dieses Tool bietet im Vergleich zu Blogger um ein Vielfaches mehr Möglichkeiten – leider jedoch auch einhergehend mit einer ‚Verkomplizierung‘ der Nutzung. Oder anders ausgedrückt: WordPress kann viel, verlangt dafür aber auch viel Zeit. Wie bei vielen anderen Programmen oder Diensten stellt sich daher die Frage: Wiegen die Vorteile des neuen Tools die Nachteile zumindest auf?

Ein einfaches Beispiel aus meiner jüngsten Anwender-Vergangenheit: Ich wollte meine ‚Sidebar‘ verändern. Klingt nach nicht viel Aufwand. Genau das kann es aber sein, wenn sich in der Fülle der Möglichkeiten die richtigen Einstellungen nicht finden lassen. Auch mit viel Ehrgeiz, dem Wissen wie das Ganze beim Konkurrenzdienst Blogger funktioniert und dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten am Computer ließen die Einstellungen zur ‚Sidebar‘ nicht sichtbar werden. Erste Fragen und Zweifel keimten auf: „Wenn ich den ‚blogroll‘ unter ‚Links‘ bearbeiten kann – wieso kann ich dann nicht auch die restliche ‚Sidebar‘ unter diesem Punkt bearbeiten?“ Erste Flüche und Verwünschungen wurden gedacht.

Die (eigentlich so einfache!) Lösung bot eine Seite, die wohl für alle derartige Probleme eine erste Anlaufstelle bilden kann: die „FAQ  – Oft gestellte Fragen“ zu WordPress. Und wie so oft, war der Aha-Effekt bei einer einfachen (aber trotzdem nicht gefundenen) Lösung mit einem einhergehenden Gefühl der Peinlichkeit bestückt („Warum bin ich da eigentlich nicht gleich draufgekommen?“): Oberpunkt ‚Design‘ (und nicht ‚Links‘!), Unterpunkt ‚Widgets“. That’s it. Und schon beim Ausprobieren der neu-gefundenen Funktion war aller Ärger verflogen: Quasi unendliche Möglichkeiten zur ‚Bestückung‘ der ‚Sidebar‘: „Blogstatistik“, „Text“, „Kalender“, „Archiv“ und und und… Und das alles per ‚drag an drop‘ – herrlich!

Die anfänglich gestellte Fragen nach dem zusätzlichen Nutzen von WordPress gegenüber von Blogger lässt sich also, zumindest für mich, trotz Zeitverlust durch dieses und einige andere Probleme mit einem recht klaren ‚Ja!‘ beantworten. WordPress verlangt zwar mehr, kann aber auch mehr – und zwar viel mehr. Meine PLE hat sich also wieder verändert: Ein Tool wurde durch ein anderes ersetzt – mit allen einhergehenden, negativen und positiven, Folgen für mich und meine (Um)Welt. Solche Veränderungen sind es, die uns letztlich den Weg zu Verbesserungen weisen – und das nicht erst in unserer technisierten Zeit:

„Der Mensch ist ein zeitliches Wesen, das nur lebt, indem es seine Welt um sich wandelt.“ (Karl Jaspers, Philosophie und Welt)